Diplome


Die Erstellung von Diplomen für die erfolgreichen Teilnehmer an Brieftauben-Wettflügen reicht wohl so weit zurück wie es Brieftauben-Wettflüge gibt.

 

Das vermutlich älteste bis heute erhaltene Diplom ist ein Ölgemälde einer schwarzen Brieftaube.

Auf dem Bild ist der Text "Concours in Aachen 1852" vermerkt, so dass man davon ausgehen kann, dass es sich um die Taube eines Aachener Züchters handelt.

 

Die Taube erreichte im Jahr 1852  den 5. Preis von Angouleme und 3. Preis von Bordeaux.

 

Eigentümer der abgebildeten Taube ist Max Hubert Kautz.

Vermutlich das älteste Tauben-Diplom überhaupt: Ölgemälde "Concours in Aachen 1852", die Taube erreicht den  5. Preis von Angouleme und 3. Preis von Bordeaux. Unbekannt ist, ob Max Hubert Kautz Züchter der Taube oder Maler des Bildes ist.

Die ältesten bekannten Diplome sind also Ölgemälde der erfolgreichen Brieftauben, wobei nicht bekannt ist, ob der jeweilige Züchter das Gemälde selber anfertigen ließ oder dies (wie später und bis heute üblich) durch den Flugveranstalter geschah.

 

Man kann in jedem Fall davon ausgehen, dass ein solches gemaltes Diplom nur bei herausragenden Leistungen angefertigt wurde. Der Aufwand und die Kosten sind ungleich höher anzusiedeln als bei einem Druck und Beschriftung einer entsprechenden Urkunde.

 

Ab ca. 1880 sind dann auch Diplome des Militärs bekannt, die für besondere Verdienste um das Militär-Brieftaubenwesen verliehen wurden.  

 

Ab Mai 1884 stifteten Kaiser Wilhelm I. und später dann Wilhelm II. dann zusätzlich auch Medaillen für Verdienste um das Militär-Brieftaubenwesen, die in mehreren Ausprägungen angefertigt wurden bzw. von 1894 bis 1909 auch für Verdienste um das Marine-Brieftaubenwesen. 

Die Medaille für das Marine-Brieftaubenwesen hatte in der Zeit ihrer Ausgabe lediglich ein Motiv und wurde in goldener, silberner und bronzener Ausfertigung ausgegeben.