"Die Brieftaube" im Wandel der Zeit


Am 13.01.1884 gründete sich der Deutsche Brieftaubenverband, bereits im Jahr davor gab es entsprechende Vorarbeiten und Initiativen der Gründungsväter.

 

Bekannt ist, dass am 08.12.1883 "Die Brieftaube - Central-Organ deutscher Brieftauben-Vereine" erschien und ab 1884 dann wöchentlich "Die Brieftaube - Central-Organ des Verbandes deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine" vom im der Zwischenzeit gegründeten Verband heraus gegeben wurde. Bereits an der Namensgebung lassen sich die Ereignisse ablesen.

 

Die verbandliche (bzw. zu Beginn für wenige Wochen vor-verbandliche) Zeitschrift "Die Brieftaube" gibt es also 37 Tage länger als den Deutschen Brieftaubenverband.

 

Das Verbandsorgan erschien, wie auch heute noch, von Beginn an wöchentlich.

 

Ab 1886 wurde das Blatt als "Zeitschrift für Brieftaubenkunde" aufgelegt.

 

Zu Beginn ist der Umfang der Zeitschrift mit 4 Seiten sehr überschaubar.

1889 wird das erste Anschriftenverzeichnis der Vereine als eigenes Büchlein heraus gegeben.

Es enthält Angaben zu den Vereinen 0001 bis 0116.

In den ersten 5 Jahren des Verbandsbestehens haben sich also 116 Vereine dem Verband deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine angeschlossen.

 

Der wöchentliche Rhythmus konnte in den Jahren des 1. Weltkriegs aufrecht erhalten werden. Im 2. Weltkrieg konnten die Leser ab 1942 mit zunehmender Intensität der Kriegsereignisse dann nicht mehr wöchentlich bedient werden. 1945 erscheinen dann lediglich noch zwei Ausgaben zu Beginn des Jahres.

 

Im Jahr 1946 erscheint dann einzig eine "namenlose" Ausgabe mit Bilanzen der Jahre 1943 bis 1945.

 

In die Zeit nach dem 2. Weltkrieg startet der Brieftaubenverband mit "Die Reisetaube"

 

In der Zeit von 1947 bis 1958 trägt das Mitteilungsblatt des „Verbandes zur Förderung der Reisetaubenzucht" den Namen "Die Reisetaube".

 

"Die Reisetaube" erschien ab April 1947 anfangs monatlich als Mitteilungsblatt für Kreisverbände und Reisevereinigungen und wurde erst ab Juli 1948 wieder für die einzelnen Züchter erhältlich. Ab Oktober des Jahres wurde sie dann wieder im zweiwöchentlichen Turnus aufgelegt, um dann im November 1948 wieder als Organ des Brieftaubenverbandes zu erscheinen.

 

Die genaue Bezeichnung zu dieser Zeit lautet: „Organ des Verbandes zur Förderung der Reisetaubenzucht“ mit dem Untertitel „Zeitschrift für Brieftaubenkunde, Verlag und Schriftleitung Dr. Uhlenbrock, Essen-West“.

 

Ab 05. Juli 1958 erscheint mit "Die Brieftaube" die Zeitschrift des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter wieder wöchentlich und trägt diesen Namen bis heute. 


Übersicht über die "Zeitschrift für Brieftaubenkunde"

Diese Übersicht wurde von Michael Mahr aus Aachen angefertigt.

Es sind alle bekannten Zeitschriften des Deutschen Brieftaubenverbandes aufgelistet.


Zeitschriften über Tauben gibt es in Deutschland aber bereits sehr viel länger.

 

Einen Überblick über die Geschichte der nicht-verbandlichen Zeitschriften über Brieftauben erhalten Sie hier.